Connaught oder Connemara mit seiner Hauptstadt Galway ist
die nordwestlichste und kleinste der vier Provinzen Irlands. Die ersten Einwohner der Galway Region gab es bereits vor 5000 Jahren. Die keltische Besiedlung dieser Gegend danach hat bis heute unverwechselbare und urtypische Spuren hinterlassen.
Mit der Ankunft des Christentums wurden viele Kloster in der Gegend errichtet. So zum Beispiel in Roscam, auf der Insel Inchagoill und an den Seen Corrib and Annaghdown.
Connaught bildete im Mittelalter ein besonderes Königreich, das unter Heinrich III. von England unter vielen Landlords aufgeteilt wurde, darauf von den Iren wiedergewonnen, später aber wieder von den Engländern unterworfen wurde. Die Provinz verlor 1590 ihre Unabhängigkeit, ist dennoch der urtümlichste keltische Teil Irlands, ein Landstrich, in dem bis heute noch die irische Sprache einen hohen Stellenwert hat.
Unter Oliver Cromwell wurden katholische und königstreue Landbesitzer nach Connaught im Westen der Insel verbannt.
In dieser Phase entstand auch der Satz "to hell or to Connaught" fahr zur Hölle oder geh nach Connaught Ein düsteres Kapitel der irischen Geschichte war die große Hungersnot im 19. Jahrhundert, die Great Famine. Bedingt durch einen Pilz, die Kartoffelfäule, hatte es zwischen 1845 und 1849 mehrere Missernten gegeben, im Laufe derer das wichtige Grundnahrungsmittel Kartoffel vernichtet worden war. In armen und kargen Regionen, allen voran Connemara, leideten die Menschen große Not. Bis 1881 hat sich die Zahl von ursprünglich 1,5 Millionen um die Hälfte verringert, weil die Bewohner entweder tragisch verhungerten oder nach Übersee auswanderten.